Alle technikaffinen Berichterstatter beschweren sich darüber, dass das iPhone kein Flash beherrscht. Apples CEO Steve Jobs hat jetzt ein offizielles Statement abgegeben, welches Flash in sechs Punkten demontiert.
Flash will Apple nicht. Macht aber auch nichts.
Ich habe Flash sowieso nur für Videos gebraucht. Und dafür gibt es ja in akzeptablen Browsern HTML 5.
Trotzdem hacken alle auf Apple herum. War ja klar. Steve meint sinngemäß nur:
- Flash ist nicht offen
- Flash ist nicht für eine vollständige Web-Erfahurng notwendig
- Flash ist unzuverlässig (viele Abstürze), unsicher und “verbrät” viel Rechenleistung
- Flash hat einen hohen Stromverbrauch und reduziert deutlich die Akkulaufzeit
- Flash-Interfaces sind nicht Touch-tauglich
- Flash als Software-Zwischenschicht erzeugt Apps zweiter Klasse, die nicht ausreichend die jeweilige OS-Plattform berücksichtigen
Da hat er mit allem recht und widerlegt erfolgreich die Argumente Adobes. Nur sind es keine neuen Infos. War ja alles vorher bekannt. Nur hilft so eine Zusammenfassung den technisch weniger versierten Menschen ungemein. Daher unbedingt den originalen Artikel von Steve Jobs lesen, da ich hier ja keine weiteren Erklärungen getätigt habe. Aber jetzt kommt auch noch Microsoft:
Flash does have some issues, particularly around reliability, security, and performance
Das sagt Microsofts General Manager (Internet Explorer) im IEBlog zum Thema Internet Explorer 9. Autsch.
Aber Spaß beiseite. Es ist schon bedeutend, dass Steve Jobs dies auf der offiziellen Apple-Seite verkündet. Das macht er nur bei sehr bedeutsamen Themen. Flash war es mal. Das müssen aber erst mal alle dort draußen verstehen.
Aber wenn jetzt auch noch Microsoft offiziell verkündet, dass Flash auch in deren Augen genau die Probleme macht, die Apple als Gründe angibt, und dazu dann noch eine Technologie unterstützt, die nicht aus den heiligen Hallen in Redmond kommt, nämlich den H.264 Video-Decoder, der für HTML 5-Videos vonnöten ist, und für den Microsoft auch noch Lizenzzahlungen leisten muss, dann ist es ungemein bedeutsam.
Microsoft hat immer die Strategie verfolgt, die Benutzer an Windows zu binden. Und mit WMV-Videos, einer Technologie, die Microsoft entwickelt hat, um a) eben die Nutzer an Windows zu binden und b) keine Lizenzzahlungen in erheblichem Umfang leisten zu müssen, ist es schon ein anderer Wind, der jetzt weht.
Abschließend ein zugegebener Maßen schlechtes Sprichwort, fast schon ein Kalauer zum Thema Flash und seine Absturzfreudigkeit:
Ist es ein Browser-Crash, war es mit Sicherheit Flash.




