MacBook Air 2010 und MacBook Pro: Unterschiede und Fehlendes

MacBook Air 2010 und MacBook Pro: Unterschiede und Fehlendes

15. Februar 2011 |  von  |  Apple

Update

Ich habe jetzt auch das 2011er MacBook Air mit dem MacBook Pro verglichen.


Apple schafft es immer wieder, neue und attraktive Modelle zu veröffentlichen, die meistens ein Haar in der Suppe haben. Zumindest für mich.

Mit meinem eigentlich viel zu großen und schweren MacBook Pro 15.4″ bin ich zwar gut ausgestattet, hätte es aber gerne etwas portabler. Ein Luxusproblem. Nun habe ich mich aber an ein paar für mich wichtige Features gewöhnt, die ich nicht mehr missen möchte.

Fehlende Features, ohne die ich nicht leben kann

  • Infrarot. Ohne Fernbedienung keine blind steuerbaren Präsentationen. Ein Touch-Device hilft mir nicht.
  • Beleuchtete Tastatur. Ist bei wenig Licht einfach soo angenehm.
  • FireWire. Im Speziellen kein FireWire Target Mode. Löst im Fehlerfall schnell Probleme, da ich mein optische Laufwerk gegen eine SSD getauscht habe und nicht mehr von der System-DVD booten kann.

Fehlende Features, die unbequem sind

  • Kabelgebundener Gigabit-Netzwerkanschluss. Manche Kunden haben tatsächlich kein WLAN oder geben es nicht frei.
  • Digitaler Audioausgang (geschweige denn -eingang). Nix mit HD-Filmen und -Sound auf’m Plasma. Weder über Line-Out, noch Mini DisplayPort.
  • RAM. Max. 4 GB RAM ist nicht die Welt.
  • Speicherplatz. Mit nur 256 GB SSD hätte ich wirklich zu kämpfen, zumal bei SSDs dringend 25-33% frei bleiben sollten. Also nur ca. 170-190 GB netto.

Na ja, und die FaceTime Kamera anstelle der iSight ist auch nicht so prickelnd.

Warum also ein MacBook Air?

  • Dimensionen und Gewicht. Offensichtlich :)
  • Auflösung. Hohe Auflösung bei geringer Bildschirmdiagonale. Scharfe, wenn auch kleine, Schrift.

Vergleich MacBook Air 13,3″ und 11,6″

  • Dimensionen und Gewicht. Auch offensichtlich.
  • Bildverhältnis. 16:9 anstelle 16:10.
  • Geschwindigkeit. CPU- sowie RAM-Geschwindigkeit ca. 1/3 höher und doppelt so viel L2-Cache. Im Vergleich zu den Geschwindigkeitsunterschiede der anderen MBP-Modelle ist das enorm.
  • Akkulaufzeit. Auch ca. 1/3 länger (7h statt 5h).

Favorit MacBook Air 13,3″

Das kleine 11,6er hat absoluten Gadget-Charakter: klein und schnuckelig. Als Hauptgerät aber zu klein. Und zu langsam. Da kann ich dann gleich mein iPad nehmen, wenn’s besonders klein sein soll. Nein, das 13er ist mit nur 300g mehr Gewicht einfach das deutlich “rundere” Modell.

So schön aber das MacBook Air ist (klein und leicht, dabei aber leistungsfähig), so ärgerlich sind sie mir fehlenden Dinge. Vielleicht wird Apple in der nächsten Iterationsstufe des MacBook Airs wieder eine beleuchtete Tastatur anbieten, aber FireWire und Infrarot wird’s wohl nicht geben. Ohne FireWire geht’s vielleicht, aber die Summe aller Nachteile sind in meiner jetzigen Situation leider nicht durch das Gewicht und die Größe aufzuwiegen. Schade.

Fazit – Was tun?

Abwarten und Tee trinken. Mein 2009er MacBook Pro läuft gut und ich brauche zurzeit die 8 GB RAM. Mal sehen, was die nahe Zukunft so bringt. Es stehen ja kurzfristig wieder Upgrades für die MacBook Pros an. Und MacBook Airs mit Intels Sandy Bridge Chipsatz werden auch endlich für Core i3 oder Core i5 Prozessoren sorgen: deutlich höhere Leistung bei gleichem Stromverbrauch. Ich bin gespannt.

Bildquelle Header: Mario Yang

Über den Autor

Michael Nordmeyer, früherer CTO und Mit-Gründer der 13. Stock Online Relations und freiberuflicher Software- und Webentwickler berät und entwickelt Konzepte, Strategien und Lösungen in den Bereichen Social Media, mobilen Apps auf iPhone und iPad und Webanwendungen in Ruby on Rails und Java.


2 Kommentare


  1. “…, zumal bei SSDs dringend 25-33% frei bleiben sollten.” Aus welchem Grund?

    • Speicherzellen von SSDs haben eine deutlich geringere Lebensdauer als konventionelle magnetische Medien. Um Ausfälle der Zellen und die damit einhergehende Reduzierung der Kapazität zu vermeiden, werden die Schreibzugriffe auf unterschiedliche Speicherzellen verteilt.

      Und damit das funktioniert, muss eine entsprechend große Auswahl an freien Zellen zur Verfügung stehen. Ansonsten bricht die Schreibperformance massiv ein (bei manchen Modellen auf ein Zehntel), da die SSDs schon belegte Speicherblöcke hin und her kopieren, um nicht immer auf den gleichen Zellen schreiben zu müssen.

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