Warum iOS 4 das iPad abwertet

Warum iOS 4 das iPad abwertet

27. Juni 2010 |  von Michael Nordmeyer  |  iPad

Es war zu erwarten. Das iOS 4 ist cool, das iPhone 4 auch und das iPad wirkt irgendwie von gestern, da das neue iOS 4 noch nicht auf dem iPad funktioniert. Irgendwie doof.

Apple weiß das, findet es bestimmt auch doof, hat aber Prioritäten setzen müssen, um die Armada der Android-Handies auf Abstand halten zu können. Das iPad hat ein Alleinstellungsmerkmal und die Konkurrenz, die noch nicht vorhanden ist (vom Rummel um das unsägliche WeTab mal abgesehen), erlaubt es erstmal, das iPad mit iPhone OS 3.2 weiter laufen zu lassen. iOS 4 für das iPad ist für Herbst 2010 angekündigt.

Kompatibilitätsprobleme mit dem iPad

Schade ist nur, dass neuere Versionen von Apps im App-Store natürlich die neuen Funktionen des iOS 4 nutzen wollen, um weitere Downloads und damit Nutzer bzw. Umsatz zu generieren. Eine an sich gute Idee, nur funktionieren diese Anwendungen dann nicht mehr auf dem iPad.

iPad-App-Kompatibilitätswarnung

iPad-App-Kompatibilitätswarnung

Neue Versionen werden also nicht mehr mit dem iPad synchronisiert, sobald sie Funktionen des iOS 4 nutzen. Ein deutlicher Hinweis darauf, sich als iPhone-App-Entwickler wirklich zu überlegen, ob es unterm Strich sinnvoll ist, grundsätzlich eine iPhone-Version und eine iPad-Version zu entwickeln und zu vermarkten anstatt eine kombinierte Version zu veröffentlichen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Inkompatible neue Versionen sorgen dafür, dass Apps auf dem iPad “veralten”, da sie nicht mehr synchronisiert werden.

Insgesamt eine eher unglückliche Situation.

Über den Autor

Michael Nordmeyer, früherer CTO und Mit-Gründer der 13. Stock Online Relations und freiberuflicher Software- und Webentwickler berät und entwickelt Konzepte, Strategien und Lösungen in den Bereichen Social Media, mobilen Apps auf iPhone und iPad und Webanwendungen in Ruby on Rails, Java und .NET (C#).


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