Letzten Herbst wollte ich mir ein iPhone zulegen, hatte aber ein Problem, welches Manuel auch gerade nervt: ein alter noch laufender Vertrag und eine Mobilnummer, die meiner Meinung nach mit Gold nicht aufzuwiegen ist: eine identische Festnetz- und Mobilnummer mit einfach wunderbarer Telefon-Nummer. Also, was nun?
Das Wesentliche: Du kannst Deine alte Nummer später übernehmen. Voraussetzung: Du bekommst eine 7-stellige Nummer und die ersten zwei Stellen der neuen entsprechen denen Deiner alten. Analog dazu 8-stellig mit den ersten dreien.
Das ganze nennt sich HLR – Home Location Register – und ist eine Kopplung von Teilnehmer zu HLR. Eine Art “Einwohnermeldeamt” für Handys im jeweiligen Netz. Die ersten Stellen sind fix. Bis auf e-plus verwenden sie alle Mobilfunkprovider in Deutschland.
Rufnummer wechseln
- Hotline unter 2202 anrufen. Diese Nummer steht übrigens in dem kleinen Büchlein, welches sich im SIM-Karten-Umschlag “versteckt”
- Lieb und nett (je netter, desto mehr Vorschläge rücken die Hotline erfahrungsgemäß raus) fragen, welche Möglichkeiten es gibt
- Wenn die schönste Nummer gefunden und telefonisch bestellt wurde: auflegen und warten, bis die neue Nummer aktiv ist
- Freuen
Nur durch einen SIM-Kartentausch kann das Problem der späten Rufnummern-Übernahme bei den Mobilfunkprovidern umgangen werden. Es wird die übernommene Rufnummer der neuen SIM-Karte zugeordnet. Das kostet in der Regel so 30 €, wobei manche Provider oder vielleicht auch nur deren falsch informiertes Servicepersonal herum zicken und nur die alte Nummer aufschalten wollen.
Voraussetzung ist natürlich, dass die alte Nummer beim neuen Provider auch wirklich frei ist. Wobei bei allen Dienstleistungen im Mobilfunkbereich eine Grauzone besteht, die es manchmal verunmöglicht, eigentlich vorhandene Leistungen in Anspruch zu nehmen. Manchmal sind dies Dienstleistungen, die Firmenkunden angeboten werden, obwohl diese letztendlich nicht immer höhere Umsätze bei den Providern generieren.
Zwei Nummern auf einem Vertrag
Alternativ können im Geschäftskundenbereich auch zwei Rufnummern auf den Vertrag und eine SIM geschaltet werden. Dann bekommst Du zwei Rechnungen jeweils einzeln ausgewiesenen Gesprächsgebühren und SMS etc.
Natürlich können die Rufnummern umgeschaltet werden. Entweder komfortabel bei neueren Handys über einen Menüpunkt oder langer Druck auf die Raute (“#”). Oder durch Eingabe einer zweiten PIN beim Einschalten bei älteren Handys. Früher hieß das bei T-Mobile “TwinBill”. Je nachdem, wie Du es einstellst, bist Du unter beiden oder nur der ersten Nummer erreichbar. Also z.B. privat immer und nach Umschalten auch geschäftlich. Allerdings könnte die Umschaltung bei iPhones Probleme bereiten, da ja langes Drücken beim Touchscreen nicht so toll funktioniert.
Allerdings gibt es nur eine Mailbox. Ist manchmal ein bisschen lästig, da die Ansage entsprechend passen sollte.
Update
Es gibt noch einen Weg: Wie portiert man eine alte Mobilnummer auf einen bestehenden iPhone-Vertrag?
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Hi,
kleine Frage zu dem Artikel. Ich hab nen O2 Vertrag und wollte gern jetzt wechseln und meine Nummer später mitnehmen so ca. in 6 Wochen. Nun meinten die im Telekom Laden, dass die Nummer später nicht verändert werden kann, wenn man jetzt schon einen Iphone Vertrag abschliesst mit einer anderen Nummer.
Ich bin aus deinem Artikel nicht ganz schlau geworden ob es bei dir um einen reinen wechsel von T-mobile zu T-mobile geht oder auch von einem Fremdanbieter.
Prinzipiell ärgert mich wirklich die Handlungsweise von T-Mobile. Ich versteh nicht wo das problem ist, nach 6 Wochen einfach die Nummer der Sim-Karte zu wechseln. Immerhin zahlt man ja mind. 50 € pro Monat.
Gut viell. hast du ja oder jmd. anders noch nen paar Hinweise oder Tips dazu.
Danke schonmal.
Sebastian
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Bei einer Rufnummernportierung ist es tatsächlich so, dass Du nicht bei Abschluss des Vertrages ein Handy bekommst, sondern erst dann, wenn Die Rufnummerportierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Und das geht leider erst bei Vertragsende. Früher werden keine Rufnummern heraus gerückt.
Das ist natürlich besonders dumm, da die Portierung frühestens 123 Tage vor Vertragsende eingeleitet werden kann.
Was das Aufschalten einer portierten Nummer auf einen bestehenden Vertrag angeht, habe ich schon viele unterschiedliche Auskünfte von T-Mobile-Mitarbeitern bekommen. Entweder kennen die sich alle wirklich nicht aus, oder die Aufschaltung kann nach Gutdünken gestaltet werden.
Und das ist technisch gesehen tatsächlich so. Die Rufnummernzuordnung zur SIM-Karte findet nicht auf der Karte selber statt, sondern in entsprechenden “Vermittlungsstationen”, wo auch die Authentifizierung oder das Billing gehandhabt wird.
Sicher ist nur, dass Du bei einer Neu erhaltenenen Nummer die letzten fünf Ziffern ändern lassen kannst, sobald diese nicht schon vergeben sind. Wobei Du wohl auch davon ausgehen kannst, dass ganze Rufnummern-Blöcke vom T-Mobile-Businessbereich reserviert oder an Reseller vergeben worden sind.
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